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Einzelhandel

Hotels benötigen Energiemanagementlösungen

Die Energieeffizienz war immer eine Priorität für die Hotelbranche, diese Priorität hat jedoch an Dringlichkeit gewonnen.

Dies sollte keine Überraschung sein, angesichts der Tatsache, dass die Energiekosten neben den Personalkosten der zweitgrößte Kostenfaktor für die Hotelbranche sind. 60–70% der Energiekosten eines typischen Hotels fallen für die Elektrizität an, das sind rund 6% der gesamten Betriebskosten.

Im letzten Jahr zahlte der Hotel- und Spielcasinoriese MGM Resorts International aus Las Vegas eine Strafe von 86 Millionen $ (73 Millionen €), um seinen Vertrag mit dem lokalen Anbieter Nevada Power aufzuheben, sodass er umweltfreundlichere Energie auf dem Großhandelsmarkt einkaufen konnte. In einem Schreiben an die Public Utilities Commission erklärte die Firma:

„Unser Ziel ist es, die Auswirkungen von MGM auf die Umwelt zu reduzieren, indem wir den Energiekonsum verringern und aggressiv erneuerbare Energiequellen verfolgen. Unsere Pflicht wird durch die steigende Kundennachfrage nach ökologisch nachhaltigen Zielen erhöht.“

Tatsache ist, dass bis vor Kurzem Hotels, Resorts und Casinos nicht über die Daten oder Technologie verfügten, die sie benötigten, um wesentliche Verbesserungen bei ihrem Energieverbrauch vorzunehmen. Das ist heute nicht mehr der Fall, da sich eine neue Front für Energie- und Betriebseffizienz innerhalb der Hotelbranche formiert hat.

Kurz gesagt kommen betriebliche Ineffizienzen in der horizontalen Service-Integrationsstruktur häufig vor, die so üblich in der Hotelbranche ist.

Neben der Unterbringung bieten Hotels im Allgemeinen Restaurants und Bars, Wellness- und Fitnesscenter, Sportanlagen, Wäscheservice, Casinos, Geschenkshops und andere Dienstleistungen vor Ort an. Diese unterschiedlichen Geschäftszweige teilen sich alle gemeinsame Energieressourcen, für die nicht ein bestimmter Geschäftsbereich direkt verantwortlich ist. Dies macht es sehr viel schwerer und unwahrscheinlicher, dass Energie eingespart wird, geschweige denn intelligent und gewissenhaft verwaltet wird.

Da jede dieser kleineren Geschäftsbereiche durch die Gäste des Hotels eine integrierte Kundenbasis besitzt, gibt es wenig Konkurrenz und wenig Motivation, die Wettbewerbsvorteile zu erreichen, die eigenständige Vorgänge dieser Art zum Erfolg oder Scheitern bringen. Das Ergebnis ist, dass Hotels und Resorts nicht wirklich erwarten können, dass ihre Restaurants, Bars, Fitnesscenter usw. die volle Verantwortung für die betrieblichen Ausgaben übernehmen und gleichzeitig versuchen, Best Practices zu optimieren und zu übernehmen.

Intelligente Energie als Voraussetzung für ein effektives Hotel-Business

Die Notwendigkeit eines besseren Energiemanagements innerhalb von Hotels und Resorts geht über den Wunsch, unterschiedliche Geschäftszweige miteinander zu verbinden und eine Tragik der Allmende zu verhindern, hinaus. In der Hotelbranche werden nicht in erster Linie die Zimmer verkauft, sondern eine gesamte „Reiseerfahrung“; und für viele Menschen bedeutet eine Reise, sich von dem alltäglichen Standard zu entfernen. Dies gilt für exotische Reiseziele (wie die Karibik oder einen entfernten fernöstlichen Ort oder ein Ausflug in die Savanne usw.) oder für ein hingebungsvolles Hotelökosystem (Las Vegas, Orlando, Macau usw.), die irgendwie neben der normalen Welt existieren.

Für diese Art von Hotelbetrieben wird die Wichtigkeit einer intelligenten Energieüberwachung und -praxis oft noch durch die entfernten (und umwelttechnisch anspruchsvollen) Standorte verstärkt. An diesen Zielen sind die Energieversorgung und -infrastruktur tendenziell etwas dürftiger beschaffen, und das Wetter erfordert in der Regel einen verstärkten Einsatz von Klimaanlagen, damit die Gäste sich wohlfühlen. Hinzu kommt, dass solche Standorte anfälliger für gelegentlich extreme und zerstörerische Wetterereignisse sind.

Fügen Sie diese Puzzlestücke zusammen, und Sie erhalten ein Gesamtbild: Für entfernte Hotels und Resorts sind die Leistung, Zuverlässigkeit und Effizienz der energieintensiven Anlagen und Infrastruktur kritisch für ihr Serviceangebot.

Hotels und Resorts tätigen große Schritte in Richtung Energieeffizienz

Energieeffizienz im Gastgewerbe ist nichts Neues. Hotels sind sich dieser Probleme zunehmend bewusst und setzen seit Jahrzehnten entsprechende Maßnahmen ein. Allerdings sind die meisten dieser Maßnahmen nicht auf die einzelnen Geschäftseinheiten ausgerichtet oder versuchen nicht, die Energieverschwendung im Betrieb systemisch zu identifizieren und auszumerzen.

Die bekannteste Initiative ist LED-Beleuchtung. 90 % der befragten Hotels haben laut der American Hotel & Lodging Association eine Umstellung darauf vorgenommen. Viele Hotels, Resorts und Casinos unternehmen jedoch deutlich mehr:

  • Harrah's Las Vegas beendete ein 1,125-Mio.-$-Sanierungsprojekt (960.000 Euro), durch das der jährliche Energieverbrauch von 48 Millionen kWh auf 24 Millionen kWh gesenkt wurde und jährliche Energiekosteneinsparungen in Höhe von 309.720 $ (264.000 €) ermöglicht werden.
  • Das Mandalay Bay baute die größte Solardachanlage in den Vereinigten Staaten, die 25 % ihres Energiebedarfs deckt.
  • Dieses Jahr gab das Radisson Blu Frankfurt Pläne bekannt, eine Brennstoffzellentechnologie zu installieren, mit der das Hotel 3 GWh Strom produzieren und die CO2-Emissionen um rund 600 Tonnen pro Jahr reduzieren kann.
Beleuchtete Luxus-Einkaufsstraße spät in der Nacht.

Diese Arten von umfassenden Initiativen können einen großen Einfluss auf die Betriebskosten haben. Laut EnergyStar hätte ein um nur 10 % geringerer Energieverbrauch den gleichen finanziellen Effekt wie die Anhebung des durchschnittlichen täglichen Zimmerpreises um 0,62 $ (0,53 €) in Hotels mit begrenztem Service und um 1,35 $ (1,15 €) in Full-Service-Hotels. Das ist jedoch nicht der einzige Grund, aus dem intelligente Hotelbetriebe groß angelegte, hotelweite Energieinitiativen einführen.

Gastfreundschaft und Trends zur nachhaltigen Entwicklung

Der Ruf ist in der Hotelbranche besonders wichtig. Insgesamt zieht die Branche zusätzliche Aufmerksamkeit und Kontrolle auf sich aufgrund seiner überdimensionalen Beiträge zu den globalen Emissionen und dem Ressourcenverbrauch. In einer Branche, die einen Zuschlag für das Versprechen einer angenehmen, sogar luxuriösen Erfahrung berechnet, ist das Brand Management äußerst wichtig. Der potenzielle Dominoeffekt eines negativen Presseberichts über die schlechten Umweltpraktiken eines Hotels kann katastrophale Folgen haben.

Aber es ist nicht nur so, dass Hotels und Resorts versuchen, ihr Image in der Öffentlichkeit durch grüne Initiativen zu verbessern, sie möchten auch einen Anteil am boomenden Ökotourismusmarkt haben – der mehr als 600 Milliarden $ (511 Milliarden €) jährlich wert ist.

Die größeren Hotelketten, die daran arbeiten, grüne Initiativen aufzubauen, konkurrieren ebenfalls mit neuen Öko-Resorts. Leonardo DiCaprios regenerative Insel in Caye Blackadore zielt darauf ab, das grünste Luxusbauprojekt zu sein, das jemals gebaut wurde, während das Oase Eco Resort auf ökologisch orientierte Unternehmer ausgerichtet werden soll.

Energiemanagementtechnologie als Wettbewerbsvorteil

Während Hotels und Resorts sich Energieeffizienzinitiativen für Kosteneinsparungen und PR-Möglichkeiten verschrieben haben, müssen die meisten noch die echten Wettbewerbsvorteile des Energiemanagements erkennen. Hotels und Resorts haben früher eindrucksvolle aber meistens eher oberflächliche Energieinitiativen favorisiert, weil sie nicht die erforderlichen Daten besaßen, um die Bereiche zu identifizieren, in denen bestimmte Änderungen vorgenommen werden müssen. Nur etwa 20 % bis 30 % des Markts nutzen das Energiemanagement, um den Energieverbrauch von Heizung, Lüftung und Klimaanlage zu reduzieren.

Hotelzimmer.

Gary Isenberg, Präsident von LWHA Asset Management Services, meint dazu: „Aus technologischer Sicht hinkt die Hotelindustrie für gewöhnlich einen Schritt hinterher. Der Wechsel von der traditionellen Beleuchtung zu LED-Lampen ist minimal im Vergleich zu dem, was mit drahtlosen Sensoren erreicht werden kann, die es Hotels ermöglichen, den Energieverbrauch nachzuverfolgen und ihn entsprechend anzupassen.“

Sobald das Gastgewerbe Initiativen wie LED-Beleuchtung und alternative Energie ausgeschöpft hat, wird es bei der Analyse des Energieverbrauchs noch viel genauer vorgehen müssen. Erst durch die Überwachung und Optimierung des Energieverbrauchs in jedem Geschäftszweig und von jedem Gerät innerhalb des Geschäftszweigs kann der Hotelbetrieb wirkliche Veränderung sehen.

Da viele Menschen die Verlangsamung des Wirtschaftswachstums spüren, ist der Einfluss der Nachfrageseite auf Präferenzen im Hotelgewerbe schwer vorherzusagen. (Sie kann sich wie ein normales Luxusgut verhalten, das eine rückläufige Nachfrage in schrumpfenden Volkswirtschaften verzeichnet, oder als Veblen-Gut, bei dem die Nachfrage positiv mit den relativen Kosten korreliert.) Durch eine stärkere Überwachung der Hebel des Kostenmanagements können Eigentümer und Betreiber die entscheidende Kontrolle und Flexibilität für ihre eigene Preisgestaltung erzielen. Dadurch können sie ihren Gewinn unabhängig von der Wirtschaft, Jahreszeit und den Umständen maximieren.

Erfassen von Daten mit erweiterter Energiemanagementtechnologie

Je größer ein Betrieb ist, desto komplexer ist er, desto mehr kann schiefgehen, und desto schwieriger ist es, zu identifizieren und erfassen, was schiefläuft, wenn etwas schiefgeht. Für Hotels und Resorts mit vielen Geschäftseinheiten und verteilten Standorten ist es umso wichtiger, ein tiefes Verständnis über den Energiekonsum jedes Geräts und jedes Standorts zu haben.

Während die Umstellung auf LED-Beleuchtung die beliebteste Energieeffizienzinitiative für Hotels ist, ist sie nur eine oberflächliche Maßnahme. Die Beleuchtung ist für weniger als 4 % des gesamten Energieverbrauchs verantwortlich.

In dem aktuellen Bericht „Sustainable Operations in Hotel Industry“ (Nachhaltiger Betrieb in der Hotelbranche) wird genau beschrieben, an welchen Stellen in einem typischen Hotel Energie verbraucht wird:

  • 63 % Zimmerbeheizung und Warmwasser
  • 11 % Küche
  • 6 % Klimaanlage
  • 4 % Beleuchtung, Radio und Fernsehen
  • 4 % Wäsche
  • 1 % Lüftung
  • 11 % Sonstige Nutzung

Erweiterte Energiemanagementtechnologie kann die Daten und die Überwachung bereitstellen, die notwendig sind, um die Bereiche im Hotelbetrieb zu identifizieren, in denen am meisten Energie verschwendet wird und die die besten Verbesserungsmöglichkeiten bieten. Mehr Erkenntnisse bei einem Energieaudit sind ein großer Vorteil der erweiterten Energiemanagementtechnologie, aber sie sind nicht der einzige.

Person, die sich ihre Energiedaten auf dem Mobiltelefon ansieht.

Erhöhte Transparenz in Bezug auf den Energieverbrauch auf Geräteebene kann für eine Verbesserung der Energieeffizienz auf einer täglichen Basis sorgen. Durch das Identifizieren von Auffälligkeiten im Energieverbrauch des Geräts können Sie Anlagenfehler finden und damit prospektive Instandhaltungsmaßnahmen an Geräten einführen, um Reparatur- und Ersatzkosten sowie Ausfallzeiten zu begrenzen. Energiemanagementtechnologie kann außerdem Daten zum Energieverbrauch in und abseits von Spitzenzeiten liefern, wodurch der Grundstein für eine Verschiebung der Last und eine Senkung der Kosten im Hotelbetrieb gelegt wird.

Intelligentere Energie für intelligentere Hotels und Resorts

Mit so vielen konkurrierenden Geschäftszweigen und vielfältigen betrieblichen Anforderungen hat die Hotelbranche ein sehr komplexes und verschwendungsanfälliges Energieprofil. Bis jetzt wurde bei diesem Profil überwiegend ein Laissez-Faire-Ansatz verfolgt, der voller Ineffizienzen steckt und dem allgemein interoperative Verantwortlichkeit fehlen.

Hotels und Ressorts sind sich dieses Fehlers zwar bewusst, sind aber aufgrund der mangelnden Datenerfassung rund um Geräte- und Infrastruktureffizienzen schlecht ausgerüstet, diesen zu bekämpfen. Sie waren auf die Umsetzung meist oberflächlicher Initiativen beschränkt, wie z. B. LED-Installationen.

Mithilfe einer erweiterten Energiemanagementtechnologie können Hotels, Resorts und Casinos nun aus dem Energieverbrauch abgeleitete Betriebsdaten erfassen, um den erforderlichen Kontext und die notwendige Rückverfolgbarkeit für die Geschäftseinheiten bereitzustellen, um ihre Abhängigkeiten zu korrigieren und die lückenlose betriebliche Verantwortlichkeit wiedereinzuführen.

Durch diese umfassende und genaue Untersuchung Ihres Betriebs können Sie Quellen für Verschwendung und entgangene Gelegenheiten schnell eliminieren. Im Ergebnis sind Initiativen für Kostensenkung und betriebliche Exzellenz einfach zu planen, auszuführen und zu verfolgen, wenn Sie sich echte, nachhaltige Wettbewerbsvorteile verschaffen.